Die Bundesregierung hat sich aus Sicherheitsgründen gegen die Nutzung von Blackberry-Geräten entschieden. Das Bundesinnenministerium hat den anderen Ressorts empfohlen, auf die Nutzung sowohl von Blackberrys als auch iPhones zu verzichten. Hintergrund ist die zunehmende Zahl von Angriffen auf die elektronischen Informations- und Kommunikationsnetze. Der Grund für die Empfehlung ist jedoch nicht nur die Sorge vor Attacken mit kriminellem Hintergrund. Viele europäischen Regierungen haben Bedenken geäußert, weil beim kanadischen Blackberry-Hersteller RIM alle Daten über Rechenzentren in Kanada und Großbritannien laufen und die dortigen Regierungen sowie die USA Zugriff darauf haben. Blackberry-Hersteller RIM dementierte das, aber der Verdacht bleibt.
Bei den sogenannten Smartphones (PDA), mit denen auch Daten verschickt werden können, werde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nur ein einziges Gerät empfohlen, nämlich das “Simko2″ der Telekom- Großkundensparte T-Systems. “Andere PDAs wie beispielsweise Blackberry oder iPhone erfüllen derzeit nicht die notwendigen Sicherheitsanforderungen und können nicht zum Einsatz kommen.”
Damit geht die Bundesregierung weiter als etwa die EU-Kommission. Diese hatte sich für ihre 32.000 Mitarbeiter zwar gegen die Nutzung von Blackberrys ausgesprochen habe, aber die Nutzung von iPhones der Firma Apple erlaubt. Das Kanzleramt sowie das Außen- und Innenministerium bestätigten, dass sie ihren Mitarbeitern tatsächlich zumindest die Nutzung von Blackberrys untersagt haben. Um den Ministerien den Einsatz sicherer Smartphones schmackhaft zu machen, stattet das Innenministerium die anderen Ressorts mit 4000 Simko-Geräten aus.
Auch im Bereich der Mobiltelefone warnt das BSI vor Sicherheitsrisiken in der Bundesverwaltung. So hat es nur die Zulassung für zwei Geräte erteilt, deren Einsatz es empfiehlt: Secuvoice der Firma Secusmart und TopSec Mobile des Unternehmens Rhode & Schwarz SIT.
