In diesem Monat fand die alljährliche Elektronik-Messe CES in Las Vegas statt. Die Consumer Electronics Show gilt für Unternehmen, die ihre Innovationen und Marktneuheiten vorstellen wollen, als wichtigste Messe weltweit. Natürlich waren auch die Handy-Anbieter und -entwickler mit von der Partie.
Ein klar erkennbarer Trend zeichnet sich bei der Entwicklung von Mobilgeräten ab. Selbst PC-Riese Windows verkündete eine “deutliche Konvergenz von Handy und PC”, was in etwa bedeutet, dass die Geräte sich immer ähnlicher werden.
“Diese CES wird die Technologie-Landschaft verändern” sagte Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang nicht ganz ohne Grund. Die Chips des kalifornischen Herstellers stecken in den neusten Mobiltelefonen von LG. Das Optimus 2x läuft mit einem Dualcore-Prozessor. Beide Tegra 2-Chips sind auf je 1 GHz getaktet. Zur Demonstration der Rechenstärke spielte Huang ein HD-Film ab, während er gleichzeitig und ohne Stocken “Angry Birds” spielte. Die Leistung dürfte sich zu großen Teilen aus der Kooperation mit Adobe erklären. DIe Flash Technologie wurde speziell an die Tegra-Chips angepasst, um höhere Leistung bei gleichem Energieverbrauch zu erzielen.
Doch ausgerechnet Motorola hat zwischen all den halbherzigen Produktentwicklungen für das eigentliche Highlight der Messe gesorgt. Mit dem Smartphone Atrix 4G setzt auch das Team aus Illinois auf die Dualcore-Technik. Einsame Spitze in Sachen Leistung ist es damit nicht, doch in Sachen Funktionalität ist man schon einen Schritt weiter. Mit einer kleinen Stützhilfe wird das Smartphone zum vollwertigen Heim-PC umfunktioniert. Als Bildschirm dient der angeschlossene Fernseher. Mit einer aufklappbaren Erweiterung inklusive 10,6 Zoll-Display und Tastatur wird das Mobiltelefon sogar noch schneller zur Multimedia-Station umfunktioniert. Das dürfte für Notebook-Besitzer interessant sein. Denn die Akkulaufzeit beträgt bahnbrechende 10 Stunden.
Bei dieser Praktikabilität können Sie mit einer fortschreitenden Verschmelzung von Smartphone und Computer rechnen. Neben der lästigen Datenübertragung entfällt auch die mehrmalige Speicherung und vor allem der Transport mehrerer Geräte, die auch mit dem selben Betriebssystem funktionieren.
