Der weltweite Smartphone-Markt bommt. Wie das Marktforschungsinstitut IDC ermittelte, wurden im ersten Quartal des laufenden Jahres 79,7 Prozent mehr der Multifunktionsgeräte verkauft als im Vergleichszeitraum des Jahres 2010. In absoluten Zahlen ausgedrückt wird das Wachstum noch deutlicher: In den ersten drei Monaten dieses Jahres wechselten 99,6 Millionen Smartphones den Besitzer. Im ersten Quartal 2010 waren es 55,4 Millionen.

Vor allem die Veränderung der Angebotsstruktur habe zu dem immensen Wachstum geführt, berichtet IDC. Die Anbieter setzen mittlerweile auf einen Zweiklang aus attraktiven Geräten zum einen, führen zum anderen aber auch deutliche günstigere Angebote im Programm. Dies bedeutet, die Multifunktionsgeräte sind für Jedermann erschwinglich geworden, während es weiterhin die teuren Spitzenmodelle gibt. Die Netzanbieter ermöglichen außerdem den Weg der Finanzierung mit nur geringen Anzahlungsraten.

Den Spitzenplatz sicherte sich einmal mehr das finnische Unternehmen Nokia. Der Marktanteil ging zwar deutlich von 38,8 Prozent auf 24,3 Prozent zurück, trotzdem dürfen die Skandinavier jubeln, denn die absoluten Verkaufszahlen stiegen. Während Nokia im ersten Quartal 2010 insgesamt 21,5 Millionen Geräte verkaufen konnte, waren es im Vergleichszeitraum 2011 sogar 24,2 Millionen.

Der Gewinner ist allerdings US-Konzern Apple mit seinem Flaggschiff iPhone. Das Unternehmen sicherte sich den zweiten Rang und steigerte seinen Marktanteil von 15,7 auf 18,7 Prozent. Die absoluten Verkaufszahlen stiegen um 114,4 Prozent. Apple verkaufte im ersten Quartal dieses Jahres 18,7 Millionen Modelle des iPhones, 2010 waren es noch 8,7 Millionen. Schaffen die Amerikaner einen ähnlichen Wachstumsschub noch einmal, verliert Nokia seinen Spitzenplatz.

Die Konkurrenz am Markt ist jedoch gewachsen. Andere Smartphone-Hersteller durften prozentuale Steigerungen der absoluten Verkaufszahlen bejubeln, die sogar über den Wert von Apple hinausgehen. Samsung legte um 350 Prozent zu, HTC immerhin um 143,7 Prozent. Der Boom werde dazu führen, dass weitere Unternehmen an den Markt kommen. Die Angebote werden sich deshalb weiter vergünstigen, so IDC.

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