Archiv für Juli 2010

Marktforschungsunternehmen haben in der vorigen Woche neue Prognosen zum Verkauf von Tablets und Netbooks veröffentlicht. So sollen in diesem Jahr etwa 60 Millionen Netbooks abgesetzt werden, was sich in den nächsten drei Jahren nochmals verdoppeln soll. Eine Abschwächung des Booms sehen die Marktforscher also erst ab 2014. Somit haben die Netbooks bei etwa 20% Anteil am Notebook-Markt anscheinend eine Sättigung erreicht.

Die iPad-Verkäufe werden auf 12,9 Millionen Stück in diesem Jahr geschätzt. Diese Zahl wird sich auf rund 50,4 Millionen in 2012 erhöhen. Nach eigenen Angaben hat Apple in den ersten drei Monaten seit Verkaufsstart 3,2 Millionen iPads verkauft. Andere Hersteller sind in der Kategorie der Multimedia Tablets derzeit noch nicht berücksichtigt, da Produkte wie Archos 7, Joojoo, WeTab oder 1&1 Smartpad nur in geringen Stückzahlen verkauft werden oder noch gar nicht erhältlich sind.

Netbook-Käufer sehen anscheinend nicht nur die Portabilität als Vorteil, sondern wollen ganz einfach ein kleines Windows-Notebook. Daher hatten z.B. Acer und Asus ihre Linux-Modelle schnell wieder aus dem Programm genommen und durch Windows ersetzt. Auch dürfte der Preis eine Rolle spielen. Von Kannibalisierung unter den einzelnen Sparten könne keine Rede sein, da die Eigenschaften von Netbooks, Tablets und auch Smartphones sehr unterschiedlich seien und der Kunde von dem Angebot vielfältiger Produkte profitiere.

Erstmals hatte Research in Motion (RIM) auf seinem diesjährigen Wireless Enterprise Symposium eine Vorschau auf Version 6.0 des BlackBerry-Betriebssystems gegeben. In einem zweiten Promo-Video legt das Unternehmen jetzt nach.

In dem Clip stellt der kanadische Hersteller die tiefer integrierten Social-Media-Features vor. Dabei werden Nachrichten per Facebook, Twitter oder etwa auch Mails in einer Messaging-Box organisiert. Zudem gewährt das Video einen Einblick in die Suchfunktion und das Musik-Menü. Zu den weiteren Neuerungen des OS 6.0 zählt auch ein verbesserter Web-Browser. Er versteht inzwischen allgemein übliche Multi-Touch-Gesten, etwa zum Vergrößern von Webseiten. Bislang sorgte RIM bei der Fingerbedienung nicht besonders für Begeisterung, auch wenn der Storm2 gute Ansätze lieferte. Außerdem soll das für diesen Sommer angekündigte Betriebssystem eine globale Suche und kontextabhängige Popup-Menüs bieten.

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Noch im Herbst will RIM die sechste Version des BlackBerry OS ausrollen und pünktlich zum Weihnachtsgeschäft das erste Endgerät mit der Plattform ausliefern, das vermutlich der Storm3 sein wird.

Nachdem Konkurrent Samsung angekündigt hatte im Herbst mit dem Galaxy Tab ein Tablet auf den Markt bringen, gab der südkoreanische Elektronikkonzern LG Electronics nun bekannt, im vierten Quartal 2010 ein eigenes Tablet auf den Markt zu bringen. Als Betriebssystem kommt Googles Android zum Einsatz, weitere Details verriet LG nicht.

Welche Version von Googles Betriebssystem dafür eingesetzt wird ist aber noch nicht klar. Preise und weitere Ausstattungsdetails wurden zudem noch nicht bekannt gegeben. Laut den eigenen Angaben von LG soll der Tablet-PC von Haus aus aber “beste Spezifikationen” mitbringen und sich so problemlos in den noch jungen Tablet-Markt integrieren.

Anfang Juni hatte LG auf der Computex ein Tablet mit Windows 7 votgestellt. Ob dieses Projekt durch das Android-Tablet ersetzt oder weiterverfolgt wird, ist offen. Nur bei den kleineren Touch-Geräten bekräftigt LG seine Treue zu Microsoft – so will LG weiterhin einige seiner künftigen Smartphones mit Windows Phone 7 ausstatten. Android-Smartphones hat LG ebenfalls im Programm.

Die neue Version des iPhones beschert dem US-Konzern Apple juristische Schwierigkeiten. Verbraucher in den USA reichten vor allem wegen Empfangsproblemen eine Sammelklage gegen den Computerbauer ein. Apple erklärte allerdings, es handle sich bei dem Problem lediglich um eine fehlerhafte Display-Anzeige und nicht um einen Herstellungsfehler.

Die Kläger nehmen für sich in Anspruch, im Namen aller Nutzer des iPhone 4 zu sprechen. Es gebe potenziell Millionen Geschädigte. Weitere Klagen wurden in Kalifornien und Texas eingereicht. Die Kläger kritisieren, sie hätten ein “nicht normal nutzbares Gerät” gekauft. Dieses könnten sie aber nicht zurückgeben, da ihnen dann Vertragsstrafen drohten. Sie klagten u.a. wegen genereller Fahrlässigkeit, Fehlern bei Konzeption und Bau, betrügerischem Geschäftsgebaren und Betrug durch Verschleierung.

Direkt nach dem Verkaufsstart hatten sich erste Nutzer in Internetforen und Blogs beschwert, dass die Empfangsqualität bescheiden sei. Besonders Menschen, die mit der linken Hand telefonieren, meldeten Probleme. Schnell geriet die Konstruktion der Antenne in Verdacht. In einem offenen Brief erwähnte Apple nun aber eine fehlerhafte Darstellung der Signalstärke auf dem Display – so würden oftmals zwei Balken zuviel angezeigt. Dadurch könne es passieren, dass Nutzer keinen Empfang haben, obwohl dies auf dem Display so angezeigt wird. Das Problem, das offenbar auch bei den älteren iPhone-Modellen auftaucht, resultiere laut Apple aus einem Fehler bei der Berechnung der Signalstärke. Das Unternehmen kündigte an, in den nächsten Wochen ein Update der Software bereitzustellen. Schutzfolien für Ihr iPhone oder Smartphone erhalten Sie in unserem Onlineshop.

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