Archiv für August 2010
Wegen der anhaltenden Knappheit an AMOLED-Displays produziert HTC das Desire seit ein paar Wochen nur noch mit Super-LCD. Die Technik von Sony soll genauso gut sein wie AMOLED von Samsung. Um das zu überprüfen, haben verschiedene englischsprachige Technik-Blogs beide Display-Typen in einem Video miteinander verglichen. Hauptpunkte dabei waren Tests in direkter Sonneneinstrahlung, im Halbschatten und im Inneren von Gebäuden.
Bei direkter Sonneneinstrahlung sind beide Handys gleich schlecht ablesbar, besonders die starken Spiegelungen der Glasoberfläche stören. Das ist bei einem zum Vergleich gezeigten HTC HD2 mit herkömmlichem LCD allerdings nicht anders. Die Bildschirmhelligkeit ist bei allen drei Geräten nicht ausreichend, um gegen das grelle Sonnenlicht zu bestehen.
Deutlich besser lassen sich AMOLED und Super-LCD im Halbschatten ablesen. Spiegelungen stören weiterhin, allerdings kommen Farben und Kontraste besser zur Geltung. Im Gebäudeinneren schlagen sich beide Display-Arten fast gleich gut. Die Farben von AMOLED leuchten etwas intensiver als bei Super-LCD, werden jedoch von der Sony-Technik realistischer dargestellt. Ein Vorteil von AMOLED macht sich aber in jeder Umgebung bemerkbar: Die Ablesbarkeit ist auch unter hohen Betrachtungswinkeln wesentlich besser als bei LCD und Super-LCD.
Einen eindeutigen Sieger des Vergleichs gibt es nicht. Super-LCD punktet mit realistischeren Farben, AMOLED mit besseren Betrachtungswinkeln. Die weiteren Unterschiede sind einfach zu gering, um sie mit bloßem Auge wahrnehmen zu können.
Die Bundesregierung hat sich aus Sicherheitsgründen gegen die Nutzung von Blackberry-Geräten entschieden. Das Bundesinnenministerium hat den anderen Ressorts empfohlen, auf die Nutzung sowohl von Blackberrys als auch iPhones zu verzichten. Hintergrund ist die zunehmende Zahl von Angriffen auf die elektronischen Informations- und Kommunikationsnetze. Der Grund für die Empfehlung ist jedoch nicht nur die Sorge vor Attacken mit kriminellem Hintergrund. Viele europäischen Regierungen haben Bedenken geäußert, weil beim kanadischen Blackberry-Hersteller RIM alle Daten über Rechenzentren in Kanada und Großbritannien laufen und die dortigen Regierungen sowie die USA Zugriff darauf haben. Blackberry-Hersteller RIM dementierte das, aber der Verdacht bleibt.
Bei den sogenannten Smartphones (PDA), mit denen auch Daten verschickt werden können, werde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nur ein einziges Gerät empfohlen, nämlich das “Simko2″ der Telekom- Großkundensparte T-Systems. “Andere PDAs wie beispielsweise Blackberry oder iPhone erfüllen derzeit nicht die notwendigen Sicherheitsanforderungen und können nicht zum Einsatz kommen.”
Damit geht die Bundesregierung weiter als etwa die EU-Kommission. Diese hatte sich für ihre 32.000 Mitarbeiter zwar gegen die Nutzung von Blackberrys ausgesprochen habe, aber die Nutzung von iPhones der Firma Apple erlaubt. Das Kanzleramt sowie das Außen- und Innenministerium bestätigten, dass sie ihren Mitarbeitern tatsächlich zumindest die Nutzung von Blackberrys untersagt haben. Um den Ministerien den Einsatz sicherer Smartphones schmackhaft zu machen, stattet das Innenministerium die anderen Ressorts mit 4000 Simko-Geräten aus.
Auch im Bereich der Mobiltelefone warnt das BSI vor Sicherheitsrisiken in der Bundesverwaltung. So hat es nur die Zulassung für zwei Geräte erteilt, deren Einsatz es empfiehlt: Secuvoice der Firma Secusmart und TopSec Mobile des Unternehmens Rhode & Schwarz SIT.
